Im Jahre 1988 begann ich, meinen Fisch - Bestand auf nur einen Formenkreis zu reduzieren. Der Grund dafür war einfach. Ich hatte 5 junge Geophagus steindachneri erhalten und Berichte über Südamerika gelesen.
Auch das Buch "Die Buntbarsche der Neuen Welt - Südamerika" hatte ich mir inzwischen angeschafft .
Bis heute habe ich viele dieser Geophagus gepflegt, nachgezogen und darüber berichtet!
Alle Arten der Brutpflege kann man bei ihnen beobachten. Dank der vielen Aquarianer, die jedes Jahr ihre Reisen in die Lebensräume dieser Buntbarsche machen, kommen immer wieder "Neue Arten" zu uns in die Aquarien.
links....Geophagus sp. "Xingu 1". Leider werden diese Fische nicht im Fachhandel angeboten. Wer sich "Erdfresser" halten möchte ist auf Aquarianer angewiesen die immer mal wieder neue Arten anbieten. Leider sind viele "Neue Arten" schon lange wieder aus unseren Aquarien verschwunden.
Ein Trupp Geophagus altifrons"Maderia" in einem 150 cm Aquarium ist eine Augenweide. Diese Ovophilen Maulbrüter vertragen sich und sind gegenüber anderen Arten nicht, wie allgemein angenommen wird, aggressiv.

Foto unten zeigt Geophagus sp. Tapajos "Rotkopf". Gesellige Fische die sich in einem Trupp von mindestens 5 Tieren am wohlsten fühlen.

Geophagus argyrostictus - rechts - der "Tränenstrich - Erdfresser" ist in unseren Aquarien selten geworden.
Dieser von Volkmar Gräser gehaltene Geophagus argyrostictus wird als Geophagus cf. argyrostictus "Aripuana" bezeichnet. Dieser wird sehr groß, an die 25 cm können die Weibchen werden, Männchen sogar noch etwas größer. Sauberes und Sauerstoffreiches Wasser sind die Vorraussetzung für eine Optimale Pflege. "Aripuana" laicht in Offenbrütermanier auf Wurzeln oder Stein ab.
Geophagus altifrons

Eine weitverbreitete Art die zu den Größten und vielfältigsten Geophagen gehört. 30 cm ist keine Seltenheit wobei 20 cm immer erreicht werden. Arttypisch ist der fehlende Seitenfleck der sie von anderen Arten unterscheidet. Aufgrund ihrer Größe sollten Geophagus altifrons in Aquarien ab einer Länge von 150 cm gehalten werden. Die beiden Fotos von Jörg Albering zeigen eine G. altifrons Population aus dem Rio Trombetas. Die Geschlechter lassen sich nur schwer unterscheiden und meist erst wenn es zur Eiablage kommt. Wer aber etwas Zeit hat und seine Fische beobachten kann wird auch bei noch nicht ausgewachsenen Tieren Männchen und Weibchen bestimmen. Wasserwerte spielen bei dieser Gattung eine untergeortnete Rolle.

Geophagus altifrons "Trombetas"
Geophagus altifrons "Rio Curuma"
Geophagus sp. "Rio Negro"
Mit einer der schönsten Geophagus ist Geophagus sp. "Orange Head" Tapajos. Nachzuchttiere von mir, wie links zu sehen, schwimmen bei Lorenz Lorenzen in Hamburg der die Photos zur Verfühgung gestellt hat. Auf seiner Homepage www.lorenz5.de berichtet er über seine Erfahrungen mit dieser schönen Geophagus - Art.
Geophagus dicrozoster
Der als Geophagus sp. "Columbien" schon lange bekannte "Erdfresser" hat nach seiner Beschreibung von López - Fernández und Taphorn 2004 einen Boom bei den Zoohändlern ausgelöst. Nach 2 Jahren aber verschwindet er immer mehr aus unseren Aquarien was wohl an seiner Größe von 20 cm liegen mag oder zum teil auch daran das G. dicrozoster erst nach 18 Monaten Anstalten macht sich zu vermehren.
Mit bis zu 300 Jungfischen sind G. dicrozoster sehr produktiv. Die Aufzucht der Jungen bereitet keine Schwierigkeiten selbst mit anderen Arten vergesellschaftet sind sie durch ihre Eltern gut geschützt.
In 7800 Liter Wasser schwimmen bei mir in meinem Fischkeller 12 Geophagus - Arten.

Geophagus taeniopareius - Geophagus winemilleri - Geophagus sp. "Pindare" -

Geophagus sp. "Orange Head" Araguaia - Geophagus sp. "Orange Head" Tapajos - Geophagus altifrons "Tapajos" - Geophagus proximus - Geophagus argyrostictus

Geophagus sp. "Rio Areoes" - Geophagus steindachneri - "Geophagus" iporangensis -

Geophagus dicrozoster