Die Anzahl der Gartenteiche wächst von Jahr zu Jahr, auch bei den Aquarianern stösst solch ein Biotop immer mehr auf Interesse. Ob klein ob gross, hier haben Fische immer optimale Bedingungen, den ganzen Sommer über. Alle Fischarten, die sich dazu eignen lassen sich in die künstliche Wasserwelt des Gartenteiches einsetzen. Hier können auch Gymnogeophagus Arten, wie in ihrem Lebensraum, überwintert werden. Was am Anfang noch ein Experiment war, hat sich im laufe von zwei Jahren als unumgänglich herausgestellt.


Über all das habe ich in vielen verschiedenen Berichten geschrieben, die sicherlich Tipps für den Aquarianer oder auch Gartenteichbesitzer, enthalten. Fragen per e - m@il, beantworte ich sehr gern......


In der Vergangenheit sind es die lebend - gebärenden Arten gewesen, die im Teich den Sommer über verbracht haben und zu stattlicher Grösse heranwuchsen. Es gibt aber auch unter den Buntbarschen einige Arten die nicht aus den permanent warmen Gebieten kommen. Sie sind es die wegen ihrer Überwinterung jedes Jahr, als Alternative zu der Aquarienhaltung, im Gartenteich Raum und gute Bedingungen finden.


Bei Beachtung dieser Lebensweise werden die Fische, ich spreche hier von den Gymnogeophagus - Arten, ihre volle Schönheit zeigen und robust gegen Krankheiten werden. Das wirkt sich nicht nur auf die Lebensdauer aus.


Für diejenigen die nicht an eine Haltung von Aquarienfischen interessiert sind, ist so ein Gartenteich ein Stück Natur mit seinen Pflanzen und Lebewesen die sich nach einiger Zeit wie von selbst einstellen.

Die beruhigende Wirkung des Garteinteichs ist unumstritten. Es kommt nicht auf die Grösse an, auch ein kleiner Teich, wie rechts zusehen ist, vereint ein ganzes Biotop in sich. Diesen kleinen Traum hat sich "Marlene" aus Norddeutschland, selbst erfüllt und sagt: das sie den Teich für Ihre Ausgeglichenheit braucht!
Diesen schönen Teich habe ich in Brandenburg entdeckt. Wie man sieht ist auch eine Teichschale mit der Zeit, bei ordentlicher Bepflanzung kaum mehr zu erkennen.
Etwas spärlicher sieht es noch mitte März am Gartenteich aus (rechts). Im Juli 2001 entstanden, erwacht die Natur nur langsam. Erstes grün im und am Teich zeigt das der Winter überstanden ist. Die ersten Blühten der Sumpfdotterblume im Sumpffilter strecken sich der Sonne entgegen. Wasserminze (Mentha pulegium), Sumpfschwertlilie (Iris pseudacorus "Variegatus" und die Blaugrüne Binse (Juncus inflexus) sind die ersten Pflanzen die sich am Teich zeigen. Im Sumpfteil, der von Bachlauf mit Wasser gespeist wird, kommen Schlangenwurz (Calla palustris), Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica) und die Gauklerblume (Mimulus ringens) zum vorschein. Wenn die Gauklerblume auch als Uferpflanze angeboten wird, so kann sie jedoch auch im Wasser bis zu 10 cm gepflanzt werden.
links, Sibirische Schwertlilie. Unten, Wasserminze, daneben die Schlangenwurz. Rechts, Sumpfdotterblume
Langsam wurde es wärmer und ich war gespannt welche Pflanzen die ich im Sommer und Herbst eingebracht habe wiederkommen und ob sie überhaupt so wachsen würden wie ich es mir vorgestellt hatte.
Der Anblick des Bachlaufs sagt eigentlich alles. Nach einem Jahr waren die Teichschalen fast nicht mehr zu sehen und die Pflanzen blühten und vermehrten sich das ich viele stutzen musste. Seerose, Sumpfpflanzen und alles andere hat den Teich zu einem wirklichen Biotop werden lassen.
So sieht es heute aus am Gartenteich. Für meine Gymnogeophagus kam die Zeit ihr neues Habitat zu beziehen. In den beiden Teichen habe ich G. meridionalis, G. gymnogenys, G. labiatus, G. balzanii und G. "Rosario II" ausgesetzt. Die ersten Jungfische waren nach 4 Wochen zu sehen und heute im Dezember schwimmen etwa 300 Jungfische der verschiedenen Arten die im Teich geschlüpft sind in meinen Aquarien und erfreuen sich bester Gesundheit.
Auch Schwertträger und Guppys kommen im Frühjahr in den Teich.